Cosmoscreator I

URCOSMOS ERSTER TEIL

2010

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Scénario (Zeichnungen, Konzept und Entwicklung einer eigenen Schriftart):
Anna-Sophie Jürgens
Text: Anna-Sophie Jürgens
Mise en scène (Layout, Typografie und Technik): Stefan F. Dieffenbacher

44 Seiten davon 17 ganzseitige Zeichnungen (schwarze Pigmenttusche), 8 Seiten Anhang mit Fußnoten, einem Pflanzen- und Pilzverzeichnis, einem Cosmo-Wörterbuch, Originalzitaten sowie einer Bibliographie.

COSMO BEGINS

Die zweigliedrige Erzählung des Urcosmoscreators handelt im ersten Teil vom Heranwachsen des Helden Bolko-Lysander. Mit dem Ziel, eigene Wege zu gehen erfährt er (s)eine erste Partnerbindung, die auf dem Weg zu sich selbst erlebt wird, aber an Unreife zerbricht. Es bedarf folglich im zweiten Band – Teil I und II lassen sich als eine Geschichte lesen – Bolkos und Lysanders (!) außerordentlichen Einsatzes, um sich endlich doch als verlässliche Partner zu erweisen und eine Liebesbeziehung auf recht unerwartete Art und Weise tragfähig zu machen.

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Verschiedene Märchenmotive wie Vertreibung, Isolierung, das Ablegen des bisherigen Lebens, Einkleidung in ein rituelles Übergangskleid, ritueller Schlaf, rituelles Verschlungenwerden klingen hier in Form von Initiationsritualen an und auch Vladimir Propps Schema der Wandlung des wohlwollenden Tier-Ahnen zum lebensbedrohlichen Drachen findet in Form eines Bandwurmes seinen Widerhall. Diese Strukturen des Zaubermärchens entsprechen den Abläufen und Regeln im Spiel, ebenso wie Schrittfolgen oder Figuren im Tanz – als Metapher für Urerfahrungen.

Wissenschaftlicher Kern von Cosmoscreator I und II ist das Lachen, die paradiesische Ursprache – die Empfindungen mitteilt, obwohl sie sich den Versuchen einer semiologischen Einordnung sowie der Suche nach dem ihm immanenten Signifika(n)ten widersetzt –, d.h. die ersten beiden Bücher beschäftigen sich mit verschiedenen Lachtheorien, welche vom Erzähler diskutiert werden und die Märchenhandlung bestimmen.

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